Die Île Royale

Henry Charriere war hier, Dreyfuss war hier und noch viele andere, berühmte und weniger berühmte Männer – viele von ihnen nicht freiwillig sondern als Gefangene. Dabei schauen die drei kleinen Inselchen, die da vor uns auftauchten fast schon kitschig aus, grün, voller Palmen. Nur der Sandstrand fehlt.

Die Inseln hießen ursprünglich „Inseln des Heils“, weil die ersten Siedler hierher vor einer Gelbfieberinvasion geflüchtet sind. So richtig zum Wohlfühlen waren sie denn doch nicht und so wurden sie zwangsbesiedelt: Schwerverbrecher, aber auch Kleinkriminelle wurden von Frankreich hierher gebracht und so wurde die berühmte Gefängnisinsel daraus, die man beispielsweise aus vom Roman oder Film Papillion kennt.

Hier kann unser Schiff nicht anlegen, wir erleben unsere Tenderpremiere bei ziemlichem Wellengang. Dann ein Regenguss zum Empfang. Der ist kurz und bleibt der einzige, danach ein angenehm warmer Spaziergang (manche sagen es wäre schwül, uns gefällt es) rund um die Insel (rundherum sind es gerade mal 2,5 km) und auch auf den kleinen Hügel. Schon schaurig zu sehen, wie klein die Gefängniszellen waren, in denen die meisten der Gefangenen innerhalb weniger Jahre gestorben sind. Die verfallenen Mauern sind vielerorts schon verwachsen, die Natur deckt die schlimme Geschichte zu.

In der Mitte der Insel steht auf den Ruinen des ehemaligen Gefängnisses ein Hotel, dort trinken wir einen Punsch, wie uns am Schiff empfohlen, und schauen hinüber auf die beiden anderen Inseln die von Touristen nicht betreten werden können. Ob es der Punsch oder die so spezielle Insel ist, die uns darüber philosophieren lässt, wie brutal die Spezies Mensch sein kann?

Wer mehr über die Inseln wissen möchte, Aida hat  interessante Informationen zusammengefasst. AIDA_Hafeninfo_ileroyale

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St. Maarten

Philipsburg

Entdeckt wurde die Insel mit den wunderschönen Stränden von Kolumbus am 11. November 1493, dem Namenstag des Heiligen Martin. Den Namen trägt sie gleich in zwei Sprachen, Saint Martin nennen die Franzosen ihren Teil der Insel, Sint Maarten sagen die Niederländer zu der etwas kleineren Inselhälfte,die ihnen untersteht. Das niederländische Philipsburg und das französische Marigot bilden die beiden Inselhauptstädte.

(Quelle: Bordzeitung)

St. Maarten

Unsere erste Insel!
Unser Schiff ist knapp vor Sonnenaufgang in den Hafen eingelaufen. Der Kapitän hat gestern schon angekündigt, dass er früher als ursprünglich geplant da sein will, weil das Meer so unruhig ist. Derzeit (gestern Abend) sind die Wellen 2,5 bis 3 m hoch und es könnte mehr werden. Pfffff – irgendwie dachte ich die Karibik wäre um diese Jahreszeit eher ruhig. Aber die Aida scheint für Menschen wie mich gebaut zu sein, sie schaukelt nur sehr wenig und das finde ich beim Einschlafen sogar beruhigend.

Aber jetzt ist nichts mit schlafen. Wir sind um sechs auf Deck 10 gefahren um hinaus zu schauen. Weil Sonntag ist, ist der Blick etwas anders als sonst beschrieben. Da liegen nämlich meist 4 und manchmal auch deutlich mehr Kreuzfahrtschiffe, deutlich größer als unsere Aida. Die Insel ist nämlich Freihandelszone und neben schönen Sandstränden gibt es in beiden Hauptstädten haufenweise Geschäfte (Schmuck, Computer, Handys und wunderbare Souvenirs zum Abstauben)

Dann schnell frühstücken und mit dem Wassertaxi herüber in den Ort fahren. Warum so schnell? – Richtig! Wir wollen noch vor unserem Ausflug ein Internetcafe suchen um euch mit einem kurzen Reisebericht zu beglücken.

War leider noch alles zu – der Tag beginnt hier erst um 10:00. Hier scheint es viele Lokale mit Internet zu geben, man muss etwas kaufen und kriegt dann einen Code. Das erste Mineralwasser hat uns keinen Erfolg gebracht, aber jetzt sitzen wir in einem tollen Garten unter Palmen, karibische Musik durch die Lautsprecher, ein wolkenloser Himmel (dabei war vor einer Stunde ein Wolkenbruch).

Seid hiermit alle gegrüßt, das Leben fühlt sich gerade sehr leicht an….jedenfalls wenn ich ruhig sitze, hab mir gestern im Wind wohl einen steifen Nacken geholt.

Handgepäck

Handgepäck

Da steht es nun, mein kleines rotes Köfferchen. Jeweils ein paar Zentimeter weniger als die vorgeschriebenen Höchstmaße sollen nun die verschiedensten Dinge hinein:

  • „Geld, Pass, Fahrkarte“ – Evas Antwort, wenn es darum geht, was unbedingt auf eine Reise mit muss. Das stimmt ja auch, weil man alles andere irgendwie besorgen kann. Für diese Reise ist noch etwas wichtig:
  • Internationaler Impfpass als Nachweis für die Gelbieberimpfung.

Und sonst noch:

  • Sonnenbrille, Taschentücher, ein paar Schminkutensilien
  • Zahnbürste (ich bleibe noch eine zusätzliche Nacht in Zürich)
  • elektronische Geräte: Handy, Kamera, Kindle, Netbook ….(spinn ich eigentlich?)

Empfehlung von Kreuzfahrtprofis aus den Foren:

  • Badesachen. Während die Neulinge noch in den Kabinen auf ihre Koffer warten, kann man sich bereits am Pool vergnügen.
  • Schal für die Flugreise
  • Platz für die warme Jacke aus den Winter – auch für die Heimreise

Und falls das Hauptgepäck verloren geht

  • Minimale Reserveausrüstung für Wäschewechsel (der Rest kann leicht überall besorgt werden)
  • Ladekabel für elektronische Geräte (können oft nicht problemlos ersetzt werden)
  • Medikamente und ähnliches

Und was fällt euch noch so ein?

Reiseroute

Reiseroute

Höchste Zeit eine Übersicht zu posten, wohin die Reise denn geht. Bitte schön:
04.01.2013
Freitag La Romana, Dominikanische Republik Abfahrt 22:00 Uhr
06.01.2013
Sonntag Philipsburg, St. Maarten 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr
07.01.2013
Montag Fort De France, Frankreich 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr
08.01.2013
Dienstag Port of Spain, Trinidad 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr
10.01.2013
Donnerstag Ile Royale, Französisch Guyana 12:00 Uhr bis 18:00 Uhr
12.01.2013
Samstag Belém, Brasilien 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr
14.01.2013
Montag Santarém, Brasilien Ankunft 19:00 Uhr
15.01.2013
Dienstag Santarém, Brasilien – Abfahrt 18:00 Uhr
17.01.2013
Donnerstag Manaus, Brasilien Ankunft 8:00 Uhr
18.01.2013
Freitag Manaus, Brasilien – Transfer zum Flughafen

Stress mit Impfungen

Stress mit Impfungen

„Ganz unproblematisch ist das nicht“, meinte der Arzt am Telefon als ich ihm – nach der Bitte um einen Termin für die Gelbfieberimpfung – mein Alter verraten habe. Ich bin 60 und genau ab diesem Alter kommen immer wieder Nebenwirkungen bei der Impfung vor. Sogar Todesfälle soll es schon gegeben haben, lese ich im Internet. Na klasse. Ich will ja nicht sterben, sondern die Freiheiten, die mir meine Pension schenkt, nach Möglichkeit noch genießen. Fremde Länder bereisen, meinen Horizont erweitern,… und nun das!

Inzwischen bin ich geimpft und habe nichts gespürt. Vielleicht war es eine Nebenwirkung der Impfung, dass ich einige Tage danach etwas matschig war, vielleicht auch nicht. Das Besondere an dieser Gelbfieberimpfung ist, dass man sie nicht bei jedem Arzt bekommen kann (hat etwas mit der Lagerung zu tun und auch damit, dass manche Länder eben diese hochoffizielle Bestätigung haben wollen). Jedenfalls würde ich allen Reisenden empfehlen, sich der Sache früh genug anzunehmen, damit man die Impferei auch wirklich dann machen kann, wenn man sich gesund und fit fühlt.

Nun habe ich auch die Hepatitisimpfung aufgefrischt, der wollte ich eigentlich entkommen und habe extra einen Ditter machen lassen… half nichts, der Imfpschutz war nicht mehr da.

Gegen Typhus bin ich ebenfalls geschützt. Ich Feigling habe mich für die Tablettenvariante entschieden: Alle zwei Tage eine von drei Tabletten schlucken schien mir angenehmer als eine Spritze. Aber das würde ich nicht mehr so machen. Erstens muss man aufpassen, dass man das nicht vergisst, zweitens richtig lagern, drittens auf nüchternen Magen, eine halbe Stunde vor dem Essen – und dann hält der Schutz viertens und hauptsächlich nicht so lang wie die Spritze.

Bei Malaria haben wir uns auf Empfehlung des Arztes entschieden Medikamente für den Fall des Falles mitzunehmen. In die Malariagebiete kommen wir ja erst am Ende der Reise und wären dann wohl auch wieder daheim, sollte etwas passieren.

Billig kommt das alles nicht wirklich. Allein für die Hepatitisimpfung habe ich 70 Euro hingelegt, das andere habe ich schon wieder verdrängt. Jedenfalls sollte man einen hübschen Betrag für den Impfschutz mitrechnen, wenn man so eine Reise bucht.