Seetag – Frühstück mit Boris Becker

Cooler Titel? Finde ich auch. Aber eins nach dem anderen.

Bei unserer Reisbuchung haben wir ein Zuckerl erhalten: ein Frühstück im Rossini. Das ist ein ganz besonderes Restaurant, schöner gedeckt und nur gegen Aufpreis und Reservierung nutzbar. Dafür gibt es dann auch vielgängige Menüs am Abend. Das Frühstück dort kostet ohne unseren Gutschein um die 15 Euro und das wollten wir jetzt ausprobieren. Schön war es dort, zu essen gab es fast dasselbe, aber schön serviert und das zusätzliche Buffet ohne Gedränge. Deutlich besser als sonst war nur der Kaffee, der hatte einen Schaum und kam aus der Espressomaschine.

Das Beste war aber Boris Becker. Der hat mit uns gefrühstückt. Am Nachbartisch zwar. Aber immerhin.

Und um keine Verwechslungen aufkommen zu lassen. Boris Becker ist der Kapitän des Schiffes. Und so einen Riesenkahn zu lenken ist doch deutlich mehr als nur einen Tennisschläger zu schwingen. Finde ich.

Boris ging dann vor uns wieder. Der hatte schließlich zu tun. Wir auch. Ein langer sonniger Tag an Deck wollte genützt werden.

Was man an Bord so machen kann? .Ein Tag auf See

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Trinidad

Musik und fröhliche Menschen stehen am Hafen und begrüßen die Aidaleute (die bringen ja auch brav Geld mit)

Musik und fröhliche Menschen stehen am Hafen und begrüßen die Aidaleute (die bringen ja auch brav Geld mit)

Lime-Time und Steelband

Schon Wahnsinn, am Abend verlässt die Aida Martinique, du gehst Abendessen, sitzt draußen in der lauen Nacht, gehst irgendwann schlafen und am nächsten Morgen wartet die nächste Insel. Heute ist es Trinidad.

Wir haben eine Stadtrundfahrt mit Steelband gebucht. Gar nicht so einfach sich für etwas zu entscheiden – wir müssen auf einen Sandstrand und den Sprung ins warme karibische Meer verzichten. Hat aber gepasst.

Zuerst die Stadt – einmal mehr wird mit dem Vorurteil ausgeräumt, dass wir auf einen verträumten Palmeninsel sind. Palmen sind schon, aber verträumt ist nicht. Der Verkehr ist zeitweise ähnlich wie auf dem Gürtel in Wien (okay, ein bisschen übertreibe ich, sagt Eva). Es gibt schöne Häuser zu sehen und ein sehr modernes Theater, fast überall wird renoviert und restauriert, die Pracht verfällt in der feuchten Luft wohl sehr schnell.

Dann fahren wir hinaus aus der Stadt. Ein großes offenes Gebäude mit Blechdach und Blechtonnen, eine der berühmten Steelbands probt hier für den Carneval – oft und begeistert. Sie spielen für uns Touristen, aber nicht als eine Art Heimatabend, sondern weil es ihnen Spaß macht, weil es eine Probe für sie ist. Heute sind es etwas mehr als zehn, wenn sie im Carneval durch die Straßen ziehen werden es 120 sein.

Die Musik, die sie machen ist klasse, sie reißt mit, passt hierher. Mal sehen, ob das Filmchen, das Eva gemacht hat, gelungen ist. Dann wandert es auf Youtube und ihr dürft es sehen. :-)

Jetzt sind wir wieder heimgekommen, haben schnell am Schiff gegessen und haben dann bemerkt, dass im Hafenterminal Free-Wifi ist, die halbe Schiffscrew sitzt hier und grüßt die Heimat. Wir auch.#

Martinique – ein paar Bilder

Landgang Martinique

Fort de France

Von den Einheimischen seit eh und je „Madinina“ (die Blumeninsel) genannt, hat Martinique eine wunderschöne Natur zu bieten. Mit dem Atlantik an der Ostküste und dem Karibischen Meer an der Westküste bietet Martinique zudem traumhafte Bedingungen für Wassersportler und Sonnenanbeter. Die Hauptstadt Fort-de-France verführt mit französischem Flair und karibischer Lebenslust ziwschen hübschen Kolonialhäusern

(Quelle: Bordzeitung)

 

Landgang Martinique

Wir grüßen vom Gewürzmarkt in Martinique – bunte Kleider, feine Gerüche, angenehme Temperaturen. Internet gibts im MacDonald am Hafen. Da sitzen wir gerade und schauen zum Fenster hinaus auf bunte schöne Frauen allen Alters und unterschiedlichster Figuren. – Man sollte selbstbewusster sein. Wir waren natürlich nicht nur Markt schauen und Kaffee trinken, obwohl das, glaube ich, bei Martinique dazu gehört. Es ist nämlich wirklich ein bisschen Frankreich und ein bisschen Karibik.

Die kleine Karibikinsel hatte 
früher großen Einfluss auf
 Frankreich. Napoleon nahm
 die hier geborene Joséphine
 de Beauharnais zur Frau und
 machte sie zur Kaiserin. Er hat ihr auch eine Statue errichten lassen – mit Kopf. Meist steht sie aber so wie jetzt ohne Kopf da. Die Einheimischen mögen sie auch heute noch nicht. Sie hat nämlich ihren Einfluss auf Napoleon genutzt um die Sklaverei wieder einzuführen.

Große Achtung genießt hingegen der aus dem Elsass stammende  Schoelcher. Seine Statue ist unversehrt und nach ihm sind ein Stadtteil und das schönste Gebäude der Stadt, die Bibliothek, benannt. Diese Bibliothek wurde übrigens in Paris für die Weltausstellung 1889 errichtet, anschließend komplett auseinander genommen und in die Karibik verschifft, wo es hier in Fort de France dann wieder vollständig aufgebaut wurde.

St. Maarten und die Flugzeuge

maarten_danger

Maho-Beach ist der Renner.

Der Ausflug zu den Flugzeugen war nach dem Vortrag sofort ausgebucht. Dabei kann man da leicht selber hinfahren, jeder Taxifahrer kennt das und wenn man zu viert ist, sollte die Fahrt auch recht günstig sein. Auch die Fahrt zurück ist recht einfach, am Strand stehen nämlich Taxifahrer mit Schildchen und warten darauf, die Gäste wieder zurück zu fahren. Nur auf die Zeit muss man achten. Wir waren an einem Sonntag und das einzige Kreuzfahrschiff, an Wochentagen soll das aber ganz anders sein und dann sind auch die Straßen verstopft. Und ein Kreuzfahrtschiff sollte man nicht versäumen.

Es war aber sehr lustig dort. Der Strand ist dort nämlich eher schmal und gleich danach beginnt die sehr kurze Start- und Landebahn für die Flugzeuge. Und da sind recht große Brummer dabei, die dann knapp über die Köpfe fliegen. Spannender und auch gefährlicher soll es noch sein, ganz am Gitter zu stehen, wenn die großen Flugzeuge starten. Wir haben es uns erspart , den Dreck der Flieger direkt in die Nase geblasen zu bekommen. Zuschauen macht auch Spaß. Es gibt auch gleich daneben eine Strandbar wo auch die Start- und Landezeiten der großen Flugzeuge notiert sind. Der Nachmittag ist die beste Zeit.

Hier noch ein aktueller Link zum Thema, ein kleines Filmchen zeigt, dass die Sache nicht ungefährlich ist:

http://www.aerotelegraph.com/st-maarten-flughafen-prinzessin-juliana-vergroesserung-geplant

St. Maarten

Philipsburg

Entdeckt wurde die Insel mit den wunderschönen Stränden von Kolumbus am 11. November 1493, dem Namenstag des Heiligen Martin. Den Namen trägt sie gleich in zwei Sprachen, Saint Martin nennen die Franzosen ihren Teil der Insel, Sint Maarten sagen die Niederländer zu der etwas kleineren Inselhälfte,die ihnen untersteht. Das niederländische Philipsburg und das französische Marigot bilden die beiden Inselhauptstädte.

(Quelle: Bordzeitung)

St. Maarten

Unsere erste Insel!
Unser Schiff ist knapp vor Sonnenaufgang in den Hafen eingelaufen. Der Kapitän hat gestern schon angekündigt, dass er früher als ursprünglich geplant da sein will, weil das Meer so unruhig ist. Derzeit (gestern Abend) sind die Wellen 2,5 bis 3 m hoch und es könnte mehr werden. Pfffff – irgendwie dachte ich die Karibik wäre um diese Jahreszeit eher ruhig. Aber die Aida scheint für Menschen wie mich gebaut zu sein, sie schaukelt nur sehr wenig und das finde ich beim Einschlafen sogar beruhigend.

Aber jetzt ist nichts mit schlafen. Wir sind um sechs auf Deck 10 gefahren um hinaus zu schauen. Weil Sonntag ist, ist der Blick etwas anders als sonst beschrieben. Da liegen nämlich meist 4 und manchmal auch deutlich mehr Kreuzfahrtschiffe, deutlich größer als unsere Aida. Die Insel ist nämlich Freihandelszone und neben schönen Sandstränden gibt es in beiden Hauptstädten haufenweise Geschäfte (Schmuck, Computer, Handys und wunderbare Souvenirs zum Abstauben)

Dann schnell frühstücken und mit dem Wassertaxi herüber in den Ort fahren. Warum so schnell? – Richtig! Wir wollen noch vor unserem Ausflug ein Internetcafe suchen um euch mit einem kurzen Reisebericht zu beglücken.

War leider noch alles zu – der Tag beginnt hier erst um 10:00. Hier scheint es viele Lokale mit Internet zu geben, man muss etwas kaufen und kriegt dann einen Code. Das erste Mineralwasser hat uns keinen Erfolg gebracht, aber jetzt sitzen wir in einem tollen Garten unter Palmen, karibische Musik durch die Lautsprecher, ein wolkenloser Himmel (dabei war vor einer Stunde ein Wolkenbruch).

Seid hiermit alle gegrüßt, das Leben fühlt sich gerade sehr leicht an….jedenfalls wenn ich ruhig sitze, hab mir gestern im Wind wohl einen steifen Nacken geholt.

Seetag

 

Die Reise beginnt mit einem Tag auf See. Das ist schön so, man kann sich an die neue Zeit gewöhnen, entspannen, das Schiff erkunden.

Wir wohnen auf Etage 5, über uns gibt es noch sechs weitere Stockwerke, Restaurants, Fitnesscenter, Frisör, Geschäfte, Pool und ein zweistöckiges Theater. Man kann tatsächlich die Übersicht verlieren, weiß nicht mehr wo vorne und hinten ist, wenn man den falschen Lift erwischt.

Auch das Angebot ist faszinierend, wir schaffen es erst am Nachmittag ein bisschen hinaus an den Pool zu liegen. Am Vormittag gibt es zwei Infomrationsveranstaltungen zu den weitere Tagen: St. Maarten und Martinique stehen an. Wir buchen einen Ausflug für den nächsten Tag zu einem Strand der berühmt dafür ist, dass die Flugzeuge knapp über den Köpfen heranpreschen. Vermutlich hätte man das auch billiger haben können, wenn man ein Taxi nimmt, aber mei….

die Reise beginnt

Der heutige Tag ist lang. Er hat wegen der Zeitverschiebung 5 Stunden mehr als die anderen Tage meines Lebens und er beginnt schon um 5:30 mit einem Weckruf. Die Nacht habe ich in einem kleinen aber hübschen Zimmer verbracht mit einer Aussicht, die man nur selten hat:

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Handgepäck

Handgepäck

Da steht es nun, mein kleines rotes Köfferchen. Jeweils ein paar Zentimeter weniger als die vorgeschriebenen Höchstmaße sollen nun die verschiedensten Dinge hinein:

  • „Geld, Pass, Fahrkarte“ – Evas Antwort, wenn es darum geht, was unbedingt auf eine Reise mit muss. Das stimmt ja auch, weil man alles andere irgendwie besorgen kann. Für diese Reise ist noch etwas wichtig:
  • Internationaler Impfpass als Nachweis für die Gelbieberimpfung.

Und sonst noch:

  • Sonnenbrille, Taschentücher, ein paar Schminkutensilien
  • Zahnbürste (ich bleibe noch eine zusätzliche Nacht in Zürich)
  • elektronische Geräte: Handy, Kamera, Kindle, Netbook ….(spinn ich eigentlich?)

Empfehlung von Kreuzfahrtprofis aus den Foren:

  • Badesachen. Während die Neulinge noch in den Kabinen auf ihre Koffer warten, kann man sich bereits am Pool vergnügen.
  • Schal für die Flugreise
  • Platz für die warme Jacke aus den Winter – auch für die Heimreise

Und falls das Hauptgepäck verloren geht

  • Minimale Reserveausrüstung für Wäschewechsel (der Rest kann leicht überall besorgt werden)
  • Ladekabel für elektronische Geräte (können oft nicht problemlos ersetzt werden)
  • Medikamente und ähnliches

Und was fällt euch noch so ein?

Telefon und Internet

Orange hat mir geantwortet. Das hat zwar etwas gedauert, aber die Antwort hilft weiter: Teuer wirds! Vielleicht sollte man das Handy einfach in den Safe sperren und nicht weiter anschauen.

Aktueller Stand:

  • Telefonieren nach Österreich und national EUR  3,790 pro Minute
  • eingehende Anrufe EUR  1,690 pro Minute
  • SMS versenden EUR  0,400 pro SMS
  • SMS empfangen EUR  0,000 pro SMS
  • MMS versenden EUR  0,840 pro MMS
  • MMS empfangen EUR  0,600 pro MMS
  • Datentransfer Roaming Partnernetze EUR 15,000 pro MB

Besonders wichtig: die Umleitung zur Sprachbox stornieren lassen um erhöhte Gesprächskosten zu vermeiden.Im Ausland werden nämlich für eingehende Anrufe auf die Sprachbox sowohl aktive als auch passive Roaminggebühren verrechnet. (Die passiven Kosten entstehen für die Annahme des Anrufes durch die Sprachbox, – Die aktiven Kosten entstehen dafür, dass dieser Anruf nach Österreich geroutet wird.)

Und was bietet Aida?

Telefonieren kann man mit dem Kabinentelefon, das kostet pro Minute 4,90 Euro. Noch teurer als mit dem Handy, also darf es doch mit.

Auch Internet geht (wenn man den Zaster ausgeben mag)

  • 0,39 Euro pro Minute (Surfen Sie für nur 39 Cent pro Minute ganz einfach so lange Sie wollen.) 
  • 19,95 Euro pro Stunde (Sichern Sie 60 Minuten zum Sparpreis von je 33 Cent.)
  • 17,95 Euro pro Stunde (Nutzen Sie das Internet auf See eine volle Stunde zum Pauschalpreis.)
  • 59,00 Euro pro Tag(Surfen Sie für nur ca. 4 Cent pro Minute einen ganzen Tag lang im Internet.)
  • 159,00 Euro   pro Woche (Holen Sie sich Ihren Internetzugang für eine Woche zum Fixpreis.)

http://www.aida.de/kreuzfahrt/reisen-mit-aida/schiffe/internetpakete.23853.html 

Wie machen es die andern?

Ich habe auch versucht mich in Foren klug zu machen. Da steht, dass es in den Häfen immer Restaurants mit Internet gibt, das deutlich schneller ist als das auf dem Schiff. Aber wollen wir die Landgänge damit verbringen, dass wir am Notebook sitzen? Bald werden wir es wissen. 🙂

Nachtrag:

Während ich diese Seite zusammenstellte, kam ein toller Kommentar zum ersten Post der dieses Thema betrifft:

Telefon: Wer einen Europa Tarif hat – 200/300 Minuten aktiv-passiv frei, der kann von den englischen oder französischen Hoheitsgebieten auch GRATIS!!! nach Europa telefonieren. man ist im europäischen Netz!!!

Der Support bei Orange hat wohl nicht so genau geschaut wo wir hinkommen. Vielen Dank den Frischlufts. 😉